Nach diesen aufregenden paar Tagen haben wir uns wieder Richtung Auckland aufgemacht um nach Hamilton zu gelangen. Da aber weder das Wetter (Regen, Regen und noch mehr Regen) noch die Stadt (nicht sehr aufregend im Winter) besonders interessant waren, haben wir uns einen gemütlichen Videoabend im Campervan gemacht. Am nächsten Tag gings dann auf nach Taupo, allerdings wollten wir uns unterwegs noch Te Kawhia und die Waitomo Caves anschauen. Kawhia war ziemlich nett, nur das Wetter nicht, weswegen wir relativ schnell wieder weiter sind. Als wir in Waitomo angekommen sind mussten wir erfahren dass alle Glühwürmchen (für die diese Höhlen berühmt sind) wegen Überschwemmung weggespült worden waren, was etwa 5 mal im Jahr passiert. Es gab trotzdem einiges zu sehen und auch etwa 300 von 10 000 Glühwürmchen. Die Tropfsteinhöhle nebendran haben wir uns dann auch noch kurz angeguckt. Da es schon recht spät war haben wir dann einen kleinen Nachtstopp in Mangakino am See neben Gerry’s self-made caravan gemacht und sind am nächsten Tag weiter nach Taupo. In Taupo hat es leider geschüttet (es ist halt doch Winter) und da wir so früh angekommen sind wollten wir nicht direkt wieder in heisse Quellen springen sondern erst mal was sehen. Also haben wir uns für den nächsten Tag einen Kanutrip gebucht und sind dann die etwa 3 km zu den berühmten Huka Falls gelaufen (die 2 km vom Campingplatz zum Beginn des Pfades nicht eingerechnet – viel laufen, hin und zurück) – die eigentlich nicht wirklich Wasserfälle sind, sondern durch vulkanische Aktivität erzeugte Stromschnellen mit sehr sehr klarem Wasser. Auf dem Rückweg wurden wir dann doch noch so durchnässt, dass wir gleich noch einen Abstecher zu den heissen Quellen gemacht haben – zum Glück ohne Schwefelgestank.

Am nächsten Tag haben wir uns ganz früh aufgemacht zu unserer Kanufahrt, die leider wegen schlechtem Wetter abgesagt wurde (da die Sonne nur so schien und es strahlend blauer Himmel war vermuten wir der Guide wollte den Sonntag für sich haben…). Also mussten wir uns für was anderes entscheiden und ratet mal, was wir gemacht haben … Pferdereiten, 2 Stunden lang… ok am nächsten Tag haben wir es bitter  bereut, da wir uns kaum noch bewegen konnten, aber es war ganz lustig J. Da das Wetter immer noch nicht wirklich besser wurde, haben wir uns dann am nächsten Tag auf nach New Plymouth an der Westküste der Nordinsel gemacht. Es gibt einen alten Vulkankrater und die Gegend soll berühmt für ihre Schönheit sein. Um dorthin zu gelangen mussten wir über den „Forgotten World Highway“ und glaubt uns dort ist man wirklich von Gott und der Welt verlassen. Sehr hübsche Strecke aber sehr einsam, wir haben vielleicht 3 Autos gesehen und die Strassen waren auch nicht immer geteert. Später wurde uns dann noch erzählt, dass in der Mitte der „Republik“ (fragt nicht) ein Hotel sei (wir sind dran vorbeigekommen) was sehr sehenswert sein soll.

Nach dieser langen Autopartie hatten wir uns entschieden die Nacht mal in einem richtigen Bett zu verbringen und haben auch ein sehr nettes Hotel gefunden, welches nur leider im Winter geschlossen war. Also sind wir weiter Richtung Mount Taranaki gefahren (der Vulkankrater/berg) und haben dort unser Glück versucht und ratet mal was wir gefunden haben?? Ein SCHWEIZER Berghaus mit Flagge und allem und die Besitzerin Berta (mit Tochter Heidi) war richtig urig mit schönem schwizer „Ch“ englischem Akzent, hehe. Jedenfalls waren die Zimmer ganz nett und das ganze Chalet sehr gemütlich eingerichtet, also sind wir geblieben. Zum Abendessen (superlecker und nur zu empfehlen) gabs dann auch noch richtige traditionelle Schweizer Bergmusik J Am nächsten Morgen sind wir dann zum Berg hoch und ein bisschen wandern gegangen, wo wir dann auch den gefährlichsten und steilsten Anfängerberg gesehen haben den es wahrscheinlich überhaupt gibt – fahren sind wir nicht gegangen, war auch zu wenig Schnee. Aber die Wanderwege sind ganz nett, vor allem im Winter, wenn man Matsch mag und Steine und keine befestigten Wege und viiiiiiiel Abenteuer hehe (neh ohne Scherz, es gibt ein paar sehr schöne Wege).

Nach diesem anstrengenden Morgen haben wir uns dann auf ein paar entspannte Stunden in New Plymouth an der Küste gefreut uns dann aber relativ schnell wieder für mehr Aufregung entschieden. Das Infocentre hat uns mit so guten Vorschlägen beraten, dass wir gleich einen Propellorrundflug und eine Schifffahrt gebucht haben für den nächsten Tag. Der Flug war superschön, aber die Gegend ist es ja auch mit dem Berg und dem Meer und allem, also nur zu empfehlen, wenn man mal in die Gegend kommt und der Bootsausflug mit Happy Chaddy’s (ein bisschen Werbung muss sein) war nicht nur wegen den Seelöwen, Seemöwen und anderem sehenswert, aber auch wegen dem mehr als authentischen und exzentrischem Käptain. Danach sind wir noch durch den Pukekura Park, der als einer der schönsten von New Plymouth gilt und ausserdem an den Brookland Zoo grenzt, für den man auch noch nicht einmal bezahlen muss. Der Park ist richtig hübsch und wenn wir Ende August da gewesen wären, wär wahrscheinlich sogar alles in vollster Blüte gewesen, aber auch so ist er richtig schön und der Zoo ist genial. Man ist ohne Glasplatte nahe an den Tieren dran, ok sie haben keine Löwen, aber die braucht’s ja auch nicht immer oder? (dafür haben sie 3 spuckende Lamas).

Morgen werden wir um den Vulkankrater herum immer an der Küste Richtung Wellington kurven und natürlich dazwischen viele Zwischenstopps machen und davon berichten.