Endlich… wieder ein neues Jahr, freut ihr euch auch? Wir hoffen ihr habt alle wundervolle Weihnachten verbracht und eine grossartige Neujahrsparty gehabt habt, wir hatten auf jeden Fall viel Spass.
NEUIGKEITEN Laura hat ihre erste Beförderung bekommen. Kiwis sind ganz verrückt nach ihren Fähigkeiten. Also jetzt verdient sie mehr und arbeitet weniger Tage – warum haben wir das nicht gleich so gemacht?
Nachdem wir ein recht ruhiges und nicht sehr ereignisreiches Weihnachten verbracht haben, brauchten wir wirklich eine Pause. Also dachten wir eine Woche Urlaub auf der Südinsel ist genau das richtige (Immer noch Neuseeland, aber irgendwie doch anders….). Ein bisschen Abel Tasman National Park und Golden Bay standen definitiv auf dem Plan, aber die Marlborough Weingegend wollten wir uns auch nicht entgehen lassen.
Naja unsere Ferien haben eher schlecht … eigentlich eher beschi***** angefangen. In der Sekunde als wir das Haus verlassen wollten, um zum Bus zu laufen, hat es angefangen zu schütten, wie aus Kübeln und das war nicht etwa so ein netter warmer Sommerregen, na das war schon eher Wasser aus der Antarktis. Die 200m zum Bus sind ja normalerweise kein Problem, aber da waren wir dann total durchweicht und durchgefroren. Ein toller Anfang… na wir haben uns auf diesen Urlaub aber gefreut..
Auf der Fähre konnten wir wenigstens ein bisschen trocknen, aber die Fähre war so was von voll gepackt, dass die ganze Zeit durchsagen kamen, von wegen, bitte kein Gepäck auf die Sitze, alle wollen sich hinsetzen, bitte halten Sie ihre Kinder vom rennen in den Gängen und spielen im Fahrstuhl ab. Also angenehm war die Fahrt sicher nicht, vom Wellengang mal abgesehen, aber wir können ja im Notfall schwimmen, haha…Zum Glück hat mit unserem Mietauto alles geklappt, wir hatten ja auch im Voraus bestellt (Hochsaison!!!). Ein asiatisches Pärchen hatte nicht so viel Glück, die sind voll ausgelacht worden, als sie sich ohne Vorbestellung ein Auto mieten wollten (halloho, ich sag nur HOCHSAISON!!)
Wir hatten auch einige Nächte bereits im Voraus gebucht und daher war unser erster Stopp in Blenheim, mitten in der Marlborough Weinregion, wo wir uns dann auch gleich ohne Mittagessen haben zur Weinprobe überreden lassen. Wir sind dann mit ein paar anderen in einem klapprigen Bus zu den verschiedenen Weinfeldern gekarrt worden, wo wir dann die lokalen Weine einen nach dem anderen probieren konnten. Und das müsst ihr euch so vorstellen, also auf jedem Weingut haben wir so 4 bis 12 Weine oder auch Schnäpse zum probieren gekriegt, kein Essen, lediglich ein paar Kräcker. Jedenfalls…. Wir haben uns köstlich amüsiert!... und mit dem Einschlafen hatten wir an dem Abend auch keine Probleme hehe.
Und am nächsten Tag waren wir schon wieder weiter unterwegs nach Nelson, eine der charmantesten Städte, die wir bisher auf der Südinsel gesehen haben. Sehr sonnig, nette Leute, tolle Häuser, riesige Wattlandschaften zwischen Ebbe und Flut. Und definitiv die meisten Menschen, die wir bisher zusammen an einem Platz in Neuseeland gesehen haben. Nelson ist ausserdem einmal im Jahr, nämlich Anfang Januar die Jazzmetropole von Neuseeland. Dann kommen alle Musiker für ihre Jazz Sessions zusammen und die ganze Stadt vibriert. Der lokale Markt ist ebenfalls sehenswert, vor allem nach dem wir einen deutschen Metzger gefunden haben, der richtige Würste und Aufschnitt verkauft (kriegt man hier sonst nicht) und wir das erste Mal seit langem wieder Schwarzwälder Schinken gegessen haben.
Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer. Da wir bereits für den nächsten Tag eine Kayaktour im Abel Tasman geplant hatten, dachten wir ein bisschen Übung könnte uns sicher nicht schaden und haben uns für eine Kayaktour in der Nähe von Cable Bay entschieden. Sehr anstrengend, aber auf jeden Fall sehenswert. Naja zugegeben nicht sehr anstrengen für Laura, die wegen Mangel an Muskeln in den Armen lediglich die Natur genossen hat und Alex die Arbeit erledigen hat lassen, aber so soll es schliesslich sein, oder? J Schaut euch die Bilder an, sooooo schön dort. Dem nächsten Tag haben wir eher mit gemischten Gefühlen entgegen geschaut, sicher haben wir uns auf den Abel Tasman gefreut, aber uns taten doch die Arme und der Hintern etwas weh. Wir haben den anstrengenden Trip dann jedenfalls nicht bereut, zwar waren wir gute 6 Stunden auf dem Wasser, aber wir haben phantastische Strände gesehen, Seerobben, wunderschöne Wälder und vor allen wie sich die Gegend dort während der Ebbe so verändert. Da werden ganze Täler zu wunderschönen Seen, das Wasser spiegelklar und warm, mit phantastischer Sicht auf die Wälder des Abel Tasman. Zugegebenermassen, man sieht auch ein paar merkwürdige Leute, aber die kriegt man ja überall. Wir haben auch Seelöwen gesehen und einen winzig kleinen Pinguin, der ganz alleine unterwegs war, wahrscheinlich auch ein Tourist.
Sylvester am selben Abend war… anders. Mit Feierwerk am Strand, Elvis Imitationen (er war der Star des Abends) und einem Abend, der sehr schnell vorbeigegangen ist. Da Neujahr auch gleichzeitig unser dreijähriges war (hehey J) haben wir gedacht wir schauen uns mal Golden Bay und den Farewell Spit an, wo man auch ein paar super Spaziergänge machen kann. Wir haben ein paar Seelöwen sehr nah gesehen, so nah, dass Alex in Konflikt geraten ist, da das Männchen sich von ihm bedroht gefühlt hat, wir haben einen riesengrossen toten Sonnenfisch gesehen, der grösste Fisch den wir je vor uns gesehen haben und haben einen tollen Tag mit wundervollen Stränden verbracht. Wie gesagt, die Bilder sprechen für sich hehe.
Nach so viel Aufregung und Aktivität brauchten wir definitiv einen Tag am Strand zum bräunen. Also haben wir diesen wundervollen kleinen Strand zwischen Pohara Beach und dem Abel Tasman Park gefunden, absolut verlassen, wenn man sich nicht zu weit zu den Kliffs getraut hat, wo wir zuerst waren und von zwei nackten rosaroten Hintern begrüsst worden sind. Wir haben dann entschieden, dass wir doch lieber ein bisschen für uns sein wollen. Da liegen wir nun so rum, Alex im Schatten bei Versuch nicht zu verbrennen, Laura in der Sonne, beim Versuch zu bräunen, wenn etwas blondes winkend auf uns zugerannt kommt. Ratet mal wer, eine Arbeitskollegin von Laura, jaja die Welt ist klein. Aber die Bucht war ja gross genug für alle, das Wasser Badenwannen warm und so klar dass man nicht mal schnorcheln gehen musste, da man einfach rumlaufen konnte und sich so die Fische anschauen konnte.
Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg zurück nach Wellington gemacht, mit einem kleinen Zwischenstopp in Nelson, aber wir kommen auf jeden Fall wieder!!!
Also nun seid ihr dran, was gibt’s Neues? J

